Auf Ameland, einer der niederländischen Wattenmeerinseln, geht es bei der Energiewende nicht nur um große Solarparks oder ehrgeizige Pläne für das Stromnetz. Sie beginnt vielmehr direkt vor Ort, im Sicherungskasten. Mit einer zugänglichen und benutzerfreundlichen Lösung wie dem P1 Meter von HomeWizard erhalten die Einwohner einen direkten Einblick in ihren Energieverbrauch. Mittlerweile wurden 950 P1 Meter installiert, was etwa der Hälfte aller dauerhaften Haushalte auf der Insel entspricht! So zeigt die Gemeinde, wie wirkungsvoll Transparenz sein kann: nicht durch Vorschriften, sondern indem man den Bürgern die Kontrolle über ihren eigenen Verbrauch gibt.
Von der Förderung zum smarten Schritt.
Erwin de Boer arbeitet als Berater für Energiewende bei der Gemeinde Ameland. Für ihn begann das Projekt mit einer einfachen Frage: Wie helfen wir den Einwohnern wirklich weiter? Eine frühere Förderregelung für kleine Isoliermaßnahmen erwies seich als weniger effektiv als erhofft. Erwin: „Dann kam der P1 Meter ins Spiel. Ich habe zuerst selbst einen bestellt, um ihn zu testen. Danach gab ich einen meinem Schwiegervater, der keinen technischen Hintergrund hat. Ich war gespannt, wie er die Installation erleben würde: In weniger als fünf Minuten war sie erledigt. Wenn das so einfach funktioniert, dann ist es skalierbar.“ Dank einer Landesförderung für Klimaziele konnte die Gemeinde das Projekt ermöglichen. Und das mit Erfolg: Fast alle reagierten begeistert auf die Erkenntnisse über die HomeWizard-App.

Grafiken, die das Verhalten ändern.
Dieser Einblick erweist sich als Gold wert. „Ja, sehr schön. Bei Familienfeiern oder am Fußballplatz werden die Grafiken aus der App miteinander verglichen. ‚Hast du ihn schon?‘, ist eine oft gehörte Frage. Genau dieses Vergleichen untereinander sorgt für Bewusstsein. Als Berater besuche ich die Menschen auch zu Hause, dabei kommen tolle Beispiele zutage. So entdeckte ein Bewohner, dass sein Energieverbrauch viel höher war als der seines Nachbarn in einem identischen Haus. Die Ursache? Ein alter Gefrierschrank im Schuppen, der kontinuierlich Strom fraß. Bei einem anderen stellte sich heraus, dass ein veralteter Fernseher täglich stundenlang unbemerkt viel Energie verbrauchte. Diese Art von Erkenntnissen führt zu konkreten Taten: Geräte werden ersetzt, Einstellungen angepasst und das Verhalten ändert sich. Wer sieht, was es kostet, die Heizung den ganzen Tag laufen zu lassen, während niemand zu Hause ist, trifft andere Entscheidungen. Transparenz ist die Voraussetzung für Verhaltensänderung, und Verhaltensänderung senkt die Energierechnung.“
Einblick als Baustein für das Energiesystem.
Auch im größeren Maßstab liefert der P1 Meter wertvolle Daten. Ameland hat relativ viele Photovoltaikanlagen und sieht deutliche Unterschiede zwischen Hauptwohnsitzen und Ferienhäusern. „Vor allem im Sommer, wenn die Mieter tagsüber am Strand sind und erst abends Energie verbrauchen, entstehen interessante Verbrauchsprofile. Diese Daten helfen der Gemeinde dabei, über den smarten Einsatz von Heimbatterien und ein robustes Energiesystem für die Insel nachzudenken. Das Ziel? So viel wie möglich lokal erzeugte Energie auch lokal zu nutzen und weniger abhängig von der Verbindung zum Festland zu werden. Messen heißt wissen, und Wissen ermöglicht eine bessere Politik.“

Warum das funktioniert: einfach und klar.
„Was dieses Projekt besonders und erfolgreich macht, ist die Niederschwelligkeit. Der HomeWizard P1 Meter ist einfach zu installieren und die Grafiken in der App sind für jeden verständlich. Genau diese Benutzerfreundlichkeit machte den großflächigen Roll-out möglich.“ Mittlerweile ist die Energietransparenz auf Ameland keine Nische mehr, sondern ein Gesprächsthema und ein politisches Instrument. Die wichtigste Lektion laut Erwin? „Einblick schafft Bewusstsein, und vor allem der Vergleich mit ähnlichen Wohnungen macht den Unterschied. So wird Energiesparen keine individuelle Aufgabe, sondern eine kollektive Bewegung.“
